
1846 In der Nonnenmühle in Leipzig wurden von der Familie C.F. Weber zuerst Pappdeckel für Bucheinbände imprägniert. Dort wurde auch der Grundstein für die heutige Vedag gelegt.

1851 beginnt Carl Friedrich Weber in Leipzig mit der Produktion von Dachpappe als Bedachungsmaterial.

1882 Beginn der Dachbahnenproduktion in Rollen.

1927 wird die Vereinigte Dachpappen AG mit Sitz in Berlin gegründet, die in der Folge mehrere Werke, vor allem im Osten Deutschlands, errichtet bzw. erwirbt.

1935 übernimmt der Chemiekonzern Rütgerswerke AG, die Vereinigte Dachpappen AG, die in dieser Zeit zum größten Hersteller von Bitumendachbahnen in Deutschland wird.

In den 50er- und 60er-Jahren profiliert sich das Unternehmen durch die Entwicklung kompletter Dachsysteme. Ein gewaltiger Schritt nach vorne gelingt mit dem Ersatz von Pappe durch Polyestervliese als Bahneneinlagen und mit der Entwicklung von Polymerbitumen. Überall dort, wo es um Entwicklungsarbeit geht, ist das Unternehmen federführend, so auch bei den Kaltselbstklebesystemen, welche Ende der 6oer- Anfang der 7oer-Jahre auf den Markt kommen. Hinsichtlich des Recyclings alter Dächer wird in den 8oern Pionierarbeit geleistet.

1994/1995 übernimmt der RHI Konzern das Unternehmen, das dann als Vedag Dachsysteme GmbH & Co KG firmiert. Die Expansion in osteuropäische Märkte wird mit der Etablierung von Vertriebsgesellschaften in Tschechien und Polen forciert, 1997 wird eine Vertriebsniederlassung in der Slowakei errichtet.

1998 werden alle operativen Aktivitäten, die auf das Marktsegment Abdichtung ausgerichtet sind, in der RHI-Division Isolieren zusammengefaßt, Vedag wird Leitgesellschaft.

2001 übernimmt Mag. Georg Graf von Khevenhüller die Vedag GmbH im Zuge eines Management buy out. Die Vedag ist Dachgesellschaft der Vedag Dachsysteme GmbH und Co. KG in Deutschland, der Villas Austria GmbH in Österreich, der Villas Hungaria Kft in Ungarn sowie der Töchter Isolit-Isolier GmbH, Vedag Polska, Vedag CR und Vedag Slowakei.

Im Januar 2002 werden die österreichischen und ungarischen Gesellschaften und Beteiligungen verkauft und Vedag konzentriert sich auf ihre Kernmärkte. Auf dem deutschen Markt wird das Vertriebssystem weiterentwickelt, um den Anforderungen des Marktes gezielter gerecht zu werden. Es steht fortan auf zwei Standbeinen: Einem Systemvertrieb mit rd. 40 regionalen Ansprechpartnern für die planer- und verarbeiterorientierte Vermarktung und Beratung der innovativen und technisch anspruchsvollen Flachdachsysteme. Die zweite Vertriebsschiene beschäftigt sich mit der handelsorientierten Versorgung des Marktes mit hochwertigen Bitumen- und Polymerbitumenbahnen. Beide Vertriebsschienen werden durch eine starke Anwendungstechnik unterstützt. In Summe beschäftigt das Unternehmen knapp 100 Mitarbeiter im Vertrieb Deutschland.

2003 wurde der Produktionsstandort in Litvinov erworben und ausgebaut

Mit den modernen Produktionsstätten und Vertriebszentren ist eine flächendeckende Versorgung des deutschen Marktes sichergestellt. Die starke Marktposition in Mitteleuropa und der hohe technologische Standard machen VEDAG zu einem der führenden europäischen Hersteller von Abdichtungsprodukten.
2007 wird die VEDAG GmbH durch die Genehmigung der Kartellbehörde Mitglied der Icopal Gruppe. Durch die Zusammenführung in die Icopal Gruppe wird die internationale Position gestärkt. Das Unternehmen bleibt weiterhin als eigenständige Marke bestehen. Der Verkauf ist ein Meilenstein in der Neuordnung des europäischen Marktes für Abdichtungsprodukte.

